ungebrochen - Songtext
"Wir bauen eine Burg aus Sand,
nur Du und ich - versprochen."
Du gabst Dein "Ja" in Kindes Hand.
Es legte sein Vertrauensband
um Worte. - Ungebrochen
sein Wille - phantasiebefreit
mit Herz ein Werk zu wagen,
aus Mut und Zuverlässigkeit,
naiv zum Risiko bereit;
begeisterungsgetragen.
Mit Eimer, Schaufel, Freude pur
begann das Kind zu träumen,
von Türmen, Treue ohne Schwur
so arglos. - Glaubend von Natur
verfing es sich in Schäumen,
verletzte sich am Wort, auf Sand
gebaut wie ein Versprechen,
von dem es nichts gehalten fand.
Wie schmerzte ihm die Kinderhand,
als könnte sie zerbrechen...
Und doch zerbrach sie nicht daran.
Sie baut die Burg aus Wunden,
auf jenen Fels, der halten kann;
die Dornenkrone trug der Mann,
dem treu sie stets verbunden.
Er hält Sein Wort. Verlaß Dich drauf!
Ent-Täuschtes dient dem Schauen.
Auf Deinem Hürden-Hoffnungslauf
verläuft der schmale Pfad bergauf
zur festen Burg "Vertrauen".
Bedacht
Wenn der Morgen läßt sein erstes Licht
früher schon die müden Augen trinken
aus dem Kelch, der nicht an Nacht zerbricht,
in dem Glauben an der Wunder Winken,
wird in Finsternis er nicht versinken,
wo ein Wachen schon im Schlaf verspricht,
daß der nächste Morgen heller lacht
dem, der seinen Kelch nicht festgehalten,
sondern seinen Tag bewußt-bedacht
neu beginnt durch achtsames Gestalten,
trotz der Schatten nächtlicher Gewalten
Hier und Jetzt zu seinem Wunder macht.
Träne in Dur
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Einzeln wischte er die Tränen von den Spiegeln seines Innen.
Denn sie nannten ihn Verlierer. Doch: Er wollte nicht gewinnen.
Nicht nach ihren starren Regeln, die sie selbst so gerne beugten,
wenn sie seine klaren Lieder durch den trüben Schein beäugten.
Und er bückte sich und kniete vor den Spiegeln seines Innen,
sammelte die Einzelträne, sich aufs Klare zu besinnen,
das dem Glatten schlug die Furchen in der Heiterkeiten Schmerzen.
So gewann er schließlich dennoch manche einsam-stillen Herzen.
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Der Blinde mit der Zither
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Der Blinde mit der Zither
verlor sein Augenlicht.
Ein winzig kleiner Splitter -
ein Unfall bei der Schicht.
Er konnte nicht mehr schaffen;
sein Arbeitslohn entfiel.
So mußt´ er auf sich raffen,
begann sein Zitherspiel...
in all den staubig´ Gassen.
Die Menschen blieben steh´n.
Sie konnten es nicht fassen:
Die Zither ließ ihn seh´n.
Der Blinde zupft´ die Saiten,
im Blick ein Ewig-Licht,
als könnt´ er Herzen weiten,
auch dort, wo manches bricht
vor Kummer um ein Mindern
der Kraft zum Weitergeh´n.
Es war, als hätt´ der Blinde
dies Herzeleid geseh´n.
Und spielte wie ein Bote,
der wußte um die Hand
des Einen, der die Brote
verteilt´ im Reichenland.
Er sprach durch seine Zither,
im Augen-Blick ein Lied.
Die Saiten schlug ein Dritter,
der Dir ins Innen sieht.
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