Sag´ es einfach!
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Sag´ es einfach! Weites Schweifen
zeigt Gefühltes kaum.
Willst Du auch die Welt erklären,
Worte gänzlich neu gebären -
wo die Zunge ohne Zaum
nicht vermag, sich dem zu nähern,
was im Herzen schwingt,
schlicht dem andern zu bedeuten,
wenn sich auch Gefühle scheuten -
sag´ es einfach, unbedingt:
„Mensch, du fehlst mir ohnegleichen,
weil Du wertvoll bist.“
Könnte solches Dir gelingen,
wird es um so tiefer dringen.
Sag´ es einfach, weil´s so ist!
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Zufallskuß
Warte weiter auf den Zufall. - Morgen winkt er Dir vielleicht.
Bestes Mittel zu verspielen, - was das Jetzt als Gabe reicht.
Dein Gedulden mag für Wahres - ganz gewiß von Vorteil sein.
Doch das Wahre bahnt sich Wege, - ohne Dein Verbissen-Sein,
das im Klammern an Vielleichte - sich auf´s Morgen nur fixiert,
statt zu nutzen die Momente, - die´s im Heute durch verliert.
Stell Dir vor, die Blüte „Freude“ - klopft Dir jetzt an Deine Tür.
Wirst Du sagen: ´Ich muß warten. - Könnte sein, ich öffne Dir
übermorgen, wenn der Zufall - schiebt mich auf die lange Bank.
Will sein Klopfen nicht verpassen; - freu´ mich morgen dann zum Dank.´
Jahre Leben fließen weiter - im Umsonst der Wartezeit.
Weder Zufall noch die Freude - sind zu klopfen mehr bereit.
Denn Du hinderst den natürlich-freien Möglichkeitenfluß,
legst Dein Schicksal aus den Händen - und verfällst dem Zufallskuß.
