Alegrías
Canción im 3/4-Takt ♪♫
Wie leuchten Clavéles y Rosas am Rande
der sonnengeküßten Camínos im Lande
der Liebe, das Leben - vom Duft der Zitronen
umgeben - mit Fülle und Glut zu belohnen,
con Alma, Musik und Gemüt.
Die Stimmen des Windes erzählen von Stränden
der Hoffnung, von Suérte mit Dank in den Händen,
wie Feuer, das niemals verglüht.
Gitarren erklingen, als könnten sie sprechen
von Tränen und Lächeln, von Mut und Gebrechen,
von gastlichen Dörfern, von Bergen, die blicken
auf Menschen und Meere, Salúdos zu schicken
aus Fernen, in Herzen hinein.
"¡Que víva España!" in Versen zu singen,
mit Worten ein Heimweh zum Tanzen zu bringen,
heißt beinah zu Hause zu sein.
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Wunden-Quell
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Verstreu ein echtes Stückchen Nachempfinden.
Ein Selbstvertrauen schenkst Du Dir dafür.
Auch wenn die Schlüssel nicht in jede Tür
“Verstehen” passen, um ein “Du” zu finden.
Für manchen heißt es, sich zu überwinden.
Und doch ersehnt er oft ein Mitgespür.
Sein Schweigen flüstert manchmal ein “Berühr!”,
als müßten Wunden selber sich verbinden.
Es reicht, die Hand der Achtung auszustrecken,
um Würde, Wert des Nächsten zu entdecken.
Verschenk sie frei und ohne Blick auf Dank!
Im Leisen kann sich jene Tiefe zeigen,
aus der die stillen Glücke mit entsteigen,
erfühlend, was am Quell der Wunden trank.
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hinterfragt
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Im Sich-Bemühen um ein Anvertrauen,
ermöglicht manch Bekennen - eingesehn -
ein um die Schwächen ahnendes Verstehn,
sich hinterfragend ins Gesicht zu schauen.
Verletzbarkeit im Nahen aufzubauen,
um Stärken im Erwagen einzugehn.
Was nutzt es, noch im letzten Staubverwehn,
zu hadern mit ermüdetem Ergrauen
der Kraft, die - ohne sich zu wehren - sticht
ins Unverständnis, das an sich zerbricht,
der Reue abgewandt im Selbstverneinen.
Verschwenden will ich meine Worte nicht
an die, aus denen lautes Zürnen spricht.
Sie mögen selber sich am Grab beweinen.
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Der Wein geht aus... - Rondeau
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Der Wein geht aus. - Ein Glück verklingt.
Verlangen in die Seele dringt,
nach neuem, frischen Sinn zu trachten.
Sie tanzten, sangen, aßen, lachten
doch einmal schon so weinbeschwingt
und schöpften aus dem Vollen. - Bringt
die hohe Zeit, die tiefer dringt,
die leere Suche zu entmachten.
Der Wein geht aus...
Die Quelle - ausgetrunken - ringt
um Glückes Blick, der Dauer zwingt,
ein Warten reifend zu verachten,
um vor der Ernte zu verschmachten,
als ob die Zeit in Breschen springt.
Der Wein geht aus...
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Winterjahr
Ein Winterjahr, / von Eisesstürmen fest umschlungen
beginnt erneut, / im Tanz der Flocken sich zu wiegen.
Sie kämmt ihr Haar, / von mancher Wehmut weiß durchdrungen
und schaut hinab / ins Tal der Wünsche, hoch zu fliegen
zum Sturm der Zeit, / ihm eine Weile abzuringen,
der Feder gleich, / dem kalten Wind ihr Lied zu schweigen,
als könnte sie / ihn einmal noch zum Sprechen bringen,
im Winterjahr, / wo Stürme kein Erbarmen zeigen.
Spurbewußt
Wie sind wir schnell vergessen,
wie Kerzenlicht erlischt,
die Spuren eines Lebens -
im Alltagsstaub verwischt.
Nur scheinbar sind wir sicher.
Gewohnheit macht uns blind,
bis plötzlich unsre Blätter
ganz welk geworden sind.
Vergänglichkeit durchleben,
bewußt und ohne Scheu,
sie nicht beiseite schieben,
sich immer wieder neu
von ihr begleiten lassen,
den Weg ins Heute gehn
und dabei nicht die Spuren
von gestern übersehn,
ermöglicht ein Gedenken,
das nicht so leicht verweht,
daraus doch unsre Seele
zum großen Teil besteht.
