Wie „man“ sich „anständig“ runterzieht
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Ist Dir jemand überlegen
an Erfolgen, Charme und Grips,
kreativen Fähigkeiten,
dann befolge diese Tips:
Schiele stets nach seinen Stärken!
Kurz: Vergleiche Dich damit.
Schaue Du nach Deinen Schwächen.
Miß Dich ständig. Das hält fit.
Richte Dich nach Eigenschaften,
die als besser Du taxierst.
Übertreibe diese maßlos,
bis Du Dich als Niete spürst.
Ist der And´re schlank und fröhlich,
reich und schön und selbstbewußt,
dann beneide diese Gaben.
Zieh´ Dich runter durch den Frust,
Dich als kleiner zu bewerten,
Dich als Mittelmaß zu seh´n.
Hiernach stell Dich vor den Spiegel,
als Versager durchzugeh´n.
Fühlst Du bald Dich minderwertig,
so bedaure Deinen Stand.
Laß Dich trösten von den Andern,
die Dich nehmen bei der Hand,
um Dein Ego aufzupeppeln,
wenn Dein Selbstvertrauen sinkt,
weil es vorzieht zu vergleichen,
welches Lied der And´re singt.
Suchen sie Dir einzureden,
daß Du einzigartig bist,
schaue niemals nach Erreichtem,
weil das zu bestärkend ist,
Unzufriedenheiten lindert,
die Du lieber pflegen willst,
Anteilnahme and´rer sichert,
wenn Du förmlich überquillst,
Deine Schwächen aufzuzählen,
weil die Unbeschwertheit fehlt,
Deine Stärken auszubauen,
deren Dasein Du verhehlt´,
vor Dir selber, durch Vergleiche,
die Dich stetig runterzieh´n.
Möglichkeiten, die Du hättest,
wirst Du somit immer flieh´n.
Daß Du Du bist, nicht die Andern,
denke dáran besser nicht;
denn sonst könntest Du erkennen:
Unterm Scheffel steht Dein Licht.
Tango











