An der Oberfläche
Strohhalm schwimmt auf einem Fluß,
wo er sich nicht wehren muß.
Denn die andern schwimmen mit
und genießen Wellenritt.
Wo das Täuschen sich gefällt
in der Seichtigkeiten Welt.
Doch die Halme wissen nicht,
daß die Oberfläche spricht.
Laut und deutlich weist sie hin,
daß die Tiefe ohne Sinn.
Halme bleiben weiter oben,
Leere hat sie hochgeschoben.
In der Tiefe lauert Bangen,
jenes drängende Verlangen,
Oberfläche zu verlassen,
um den Sinn nicht zu verpassen.
Doch die Angst ist viel zu groß,
und so läßt der Halm nicht los.
Bis der Strudel zieht herab
in das tiefe Seelengrab,
wo die Oberflächlichkeiten
ihre tiefste Not verbreiten.
