tagverträumt
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Es will ein Träumen sich zum Tag gesellen,
verweilt am Fenster, schaut mich staunend an;
als ob es in Gedanken lesen kann,
beginnt es mir die Stunden zu erhellen,
entführt mich an den Strand der Wunderwellen,
erzählt wie süß ein Salz aus Irgendwann
im Bann des Tages köstlich duften kann,
als könnte nie mein Kahn an Fels zerschellen.
Und doch erahnt sich mir ein Wiedersehen
mit all den sturmgesandten Hindernissen,
entreißt mich jenem Traum aus Meer und Wind,
als wollte es mich wach zum Staunen wehen
und bräuchte dennoch keine Wunder missen,
solange mir die Augen Fenster sind.
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Wunsch-Los
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Es sucht ein Wünschen sich ins Paradies zu ahnen,
als müsse es im Winter Sommerblüten schneien
die Berge sich zum Tale neigen, Weg zu bahnen,
Erfülltes sich erträumten Trug nach Mehr verzeihen.
Und ob die Ferne sich dem nahen Glück will fügen,
als müsse es im Winter Sommerblüten schneien,
der Glanz der Jugend welkend sich ans Alter schmiegen,
ein Ewig-Dauern schleierlos in Stein zu graben.
Und ob die Ferne sich dem nahen Glück will fügen?
Genügen sich zufrieden gibt mit seinen Gaben?
Im vagen Wissen schon Gehabtes zu verlieren,
ein Ewig-Dauern schleierlos in Stein zu graben,
anstatt ein Fehlendes mit Leben zu berühren,
dem Einsam-Schatten ein Gesicht im Dank zu schenken
im vagen Wissen schon Gehabtes zu verlieren,
der Frucht beim Anblick einer Blüte zu gedenken.
Es sucht ein Wünschen sich ins Paradies zu ahnen,
dem Einsam-Schatten ein Gesicht im Dank zu schenken,
wo Berge sich zum Tale neigen, Weg zu bahnen...
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Schmerz-Los
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Es geht nicht mehr.
Du kannst nicht mehr zurück.
Der Schmerz ist ausgeblutet, längst vergeben.
Und fällt´s Dir schwer,
zu fassen nahes Glück,
so laß die Säule nicht zu Salz zerleben,
um hoffnungs-leer
den zugewandten Blick
mit Staubeslast von Gestern zu umweben.
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Sie wollen Dein Lachen
Adventliches Treiben -
im Hause der Tod.
Sie wollen Dein Lachen,
nur Du bist in Not;
begleitest ein Sterben,
wie oft im Advent,
wo Hoffen sich weigert,
die Einsamkeit brennt
in Augen, die brechen,
in Händen wie Eis
in Stuben, die schweigen,
weil keiner es weiß.
Und keiner will´s wissen,
was tief Dich bewegt.
Sie wollen Dein Lachen,
daß Sterben sich legt
sogleich zu den Akten.
Sie treten hinein
ins innerste Trauern,
umgeben vom Schrei´n
der eigenen Seele
Sie schreien Dich still.
Sie wollen Dein Lachen.
In Masken so schrill
Erklären erzwingen,
wo Worte sich wehr´n,
ein wehrloses Ringen
nach Außen zu kehr´n.
Sie wollen Dein Lachen,
Du ziehst Dich zurück,
entzündest die Kerze,
den Tod noch im Blick,
und läßt sie beim Tanzen
der Heuchler allein.
Sie wollen Dein Lachen,
mißachten Dein Nein,
um „Süßer die Glocken“
zu singen im Chor.
Daneben ein Atmen,
das Leben verlor.
