heilsames Schweigen
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Bevor es dunkelt, schenk mir noch ein Schweigen.
Zu laut verbirgt die Nacht ihr Angesicht.
Vergessen hält, was nur der Schlaf verspricht,
als dürfe dort Gedenken Reue zeigen.
Verlegen sucht Gemüt den Blick zu neigen,
als stünden Schuldgefühle vor Gericht,
aus Furcht vor heimgezahltem Wortverzicht,
Gewissensfluten flüchtend zu entsteigen.
Und doch erlaubt Dein Stillesein zu wagen,
die Wunden unbeschwert nachhaus zu tragen,
als heilten sie an Liebe ohne Last
aus Irgendwann. - ´Es tut mir leid´ zu sagen,
vermag auch ohne banges Hinterfragen
vertrauen, bis das wehe Mal verblaßt.
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Auf zur Siesta!
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Es huscht ein Duft verheißungsfroher Frische
gemütlich durch Olivenhainidyllen.
Die Stille sitzt im Frühlingskleid zu Tische
und lauscht den Nísperos in reifen Füllen,
ein altvertrautes Zwinker-Ständchen bringen,
gemütlich durch Olivenhainidyllen,
als suchten sie die Siesta zu beschwingen,
die bald sich hüllt in Mandelblütenträume,
und altvertraute Zwinker-Ständchen bringen.
Von ferne flüstern die Zitronenbäume,
beflügelt von dem sonnengelben Gruße,
der bald sich hüllt in Mandelblütenträume,
darin die Lágrima berührt die Muße,
bedächtig durch den wachen Traum zu klingen,
beflügelt von dem sonnengelben Gruße,
als wollte sie die Einsamkeit durchdringen.
Es huscht ein Duft verheißungsfroher Frische
bedächtig durch den wachen Traum zu klingen.
Die Stille sitzt im Frühlingskleid zu Tische...
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Sonett 17/52
Wo Finsternis die Seele will bedrücken,
die Wärme keiner Nähe kann genügen,
vertraute Worte echolos verfliegen,
Empfinden keine Hoffnung mag erblicken,
beginnt die Uhr Vergänglichkeit zu ticken,
dem Wandel als ein Trösten sich zu fügen.
Und will die Nacht dem Locken nicht erliegen
und mitten in dem Dunkel sich verstricken,
so darf sie jenen Quell Erfahrung fragen,
im Glauben an die Zuversicht zu gründen,
hindurch das Labyrinth verirrter Wege,
verstummt inmitten sinnverneinter Klagen,
im Trotzdem-Weitergehen Trost zu finden,
der wie ein Mantel sich ums Frieren lege.
Tango













