Madre
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- Mutter -
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Madre, wenn die Mandelbäume blühen,
laß uns keinen Augenblick verlieren,
durch das zarte Blüten-Meer spazieren.
- Weile Ewig-Glück im Jetzt geliehen. -
Madre, laß der welken Hände Mühen
den Moment des Glückes mit berühren,
weißes Haar den Hauch der Farben spüren,
Lebensfreude durch die Falten ziehen.
Sieh nur, Madre, wie die Blüten winken,
wenn sie uns gemeinsam gehen sehen,
aus geteilten Stunden Freude trinken,
bis zum letzten Atemzug verstehen,
was es heißt, dem Glück zurück zu winken,
bis zum Mandelblüten-Wiedersehen.
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Feierabend-Swing
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Belebend winkt ein Meeresbrisenweilchen
hinüber zu den Piniennadelspitzen.
Die Seele baumelt, denkt sich keck ihr Teilchen
und läßt genüßlich ihre Arbeit sitzen,
die Zehen leicht in kühles Naß zu tauchen.
Belebend winkt ein Meeresbrisenweilchen...
Was will ich mehr in Atem-Pausen brauchen?!
Von Tageswerken aktiv auszuruhen,
die Zehen leicht in kühles Naß zu tauchen,
mich frei zu machen von den engen Schuhen,
um Staub- und Sorgenlasten abzuschütteln,
von Tageswerken aktiv auszuruhen,
und mich als Pilz von Glücken zu betiteln;
genügt mir doch ein Körnchen Phantasie,
um Staub- und Sorgenlasten abzuschütteln,
beim Swing der Feierabendmelodie:
Belebend winkt ein Meeresbrisenweilchen;
genügt mir doch ein Körnchen Phantasie.
Die Seele baumelt, denkt sich keck ihr Teilchen...
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So ein Pech!
Käfer auf dem Rücken,
abgerutscht im Sand,
kann sich nicht mehr bücken,
zappelnd sucht er Land.
Endlich dann erreicht er,
stellt sich wieder hin.
Doch der Sand ist leichter,
wieder fällt er. - Sinn?
Dann erneut Gezappel.
Dabei löst sich Wand,
und er kriegt ´nen Rappel
unter all dem Sand.
Bleibt am Ende liegen.
Ganz umsonst die Müh´.
Wollte sich belügen,
zwang sich in die Knie.
Pech begräbt den Armen
unter´m Lügen-Sand.
Keiner fühlt´ Erbarmen,
als er dort verschwand.
So ein Glück!
Die Sonne hat hereingelacht.
Sie kam, mich zu begeistern.
Drum hab´ ich flott mich aufgemacht,
den Alltag froh zu meistern.
Sofort! Damit auch nichts bereut,
was aufgeschoben bindet.
Wer heute Lebensfreude streut,
so manche Blüte findet,
der stecke sie ins Haar hinein,
sie heiter auszustrahlen.
Es lohnt sich manchmal, Kind zu sein,
die Freude auszumalen...
Verplant
Morgen - plant er - stell ich´s ganz nach oben
auf den Scheffel, daß es alle seh´n.
Heute muß er Übermorgen proben,
kalkulierter Plan muß steh´n.
Denn er will nicht immer nur versagen,
und ein Lichtlein unterm Scheffel sein.
Ungelegte Eier will er schlagen.
Seine Pläne stürzen ein.
Plötzlich hört er lautes Donnergrollen.
Planlos sucht er auf dem Plan Versteck.
Hätte da nicht „Ausweg“ stehen sollen?
Doch sein Plan, er wehte weg.
Und im Donner hört er stürmisch´ Lachen:
Stell´ das Lichtlein auf den Scheffel. BALD!
Pläne will ich sonst zunichte machen.
Oh, wie Donnerlachen schallt!
„Bitte laß den Donner erst verziehen!
Danach mach´ ich Pläne für mein Licht.“
Doch im Planen will er Leben fliehen,
bis der Lebenskrug zerbricht.
Unterm Scheffel blieb sein Licht im Schatten.
Denn zum Leuchten hatt´ er keine Zeit.
Da die Pläne immer Vorrang hatten,
war sein Lichtlein nicht bereit,
zu bedenken, daß der Wind sich drehte.
Sturm betrat sein´ Lebensplan und -haus.
Alles tat er, Licht und Plan zu schützen.
Schließlich gingen beide aus.
Drum verplane töricht nicht Dein Leben.
Meistens kommt es anders. Plan weht fort.
Licht erlischt so plötzlich wie Dein Streben.
Gott behält das letzte Wort.
„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt.“ - aus Spr. 16
