Eis gebrochen

.

.

Es perlen Freudentränen von den Wangen

der eisverträumten Flüsse - zeitverschwiegen,

als dürfe ein Geheimnis nicht versiegen,

zu künden von zerbrechendem „Vergangen“.

 

Und an den Ufern schmelzen tau-umfangen

erstarrte Damalslieder - aufgestiegen,

wie ungelöste Trauer fortzufliegen,

als hätten sie den Fluß der Zeit durchgangen.

 

Beredte Risse aderbahnbefreien,

dem spiegelglatten Antlitz nicht zu trauen,

zerkratzte Wangen, die vom Weinen müde,

 

als müßten Wunden selber sich verzeihen,

im Strahl der Sonne Zuversicht zu schauen,

wie Jahr um Jahr der Fluß bei seinem Liede.

.

.

^^^ ­

Flocken-Terzanelle

 

Beflügelt von dem Tanz der ersten Flocken

verströmt ein Lächeln seine Zuversicht,

vermag dem Hoffen Schimmer zu entlocken,

 

in winterliche Kälte, wie ein Licht

als zarte Brise lautlos einzudringen,

verströmt ein Lächeln seine Zuversicht,

 

als wolle es Musik ins Dunkle bringen,

in warmen Wintersonnenstrahlenweisen

als zarte Brise lautlos einzudringen

 

in Herzen, sie von Kummer zu enteisen,

der furchtsam sich dem Hoffen scheu entzieht,

in warmen Wintersonnenstrahlenweisen

 

nur allzu oft ins Gestern weh entflieht,

dem Hauch des Lächelns kein Gehör zu schenken,

das furchtsam sich dem Hoffen scheu entzieht.

 

Ein Sehnen sacht ins Jetzt hineinzulenken,

beflügelt von dem Tanz der ersten Flocken,

dem Hauch des Lächelns ein Gehör zu schenken,

vermag dem Hoffen Schimmer zu entlocken.

 

 

^^^ ­