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Königlich

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Führt ein Pfad ins Tal der Eichen

deren Raunen mich umschmiegt,

wie das Streicheln einer weichen

Daune. - Wer dem Reiz erliegt,

 

auf dem Pfad ins Tal der Eichen

Rast zu suchen, findet sich

eingerahmt von Gottes reichen

Gnadengaben. - Königlich!

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Nachbeben

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Bevor die Erde bebte, fiel ein Lachen

aus Irgendwann ins Ungewiß der Nacht.

Aus Deinen Träumen bin ich aufgewacht

und packte sorgsam meine sieben Sachen.

 

Den Furchtlosfunken galt es anzufachen.

Du nahmst ihm Raum aus feiger Eigenmacht.

Gemeinsamzeiten blieben bloß erdacht.

 

Und deshalb laß ich´s jetzt alleine krachen!

 

Mit hundert will ich noch den Sand durchwühlen.

Du buddelst heute schon Dein Grab aus Schein-

moral, ertrinkst darin. Anstatt Dich frei

 

zu schwimmen, sitzt Du zwischen stolzen Stühlen,

erzählst von "Haben". Mir genügt das Sein. -

 

Ich pfeife auf den Senf zum Frühstücksei!

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erlesen

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- für I. S. -

 

Es ist die schlichte Anmut Deiner Zeilen,

die lautgelöst dem Innenreich entspringt,

wo federfein Nuancen klangbeschwingt

ins Fingerspitzentaktgefühl enteilen.

 

Wo raue Schalen scheu im Schein verweilen,

genießt Du Trauben. Glutbeherzt bezwingt

Dein Mut im Kern sein Weh. Vertrauen dringt

gesättigt ins Begegnen, Nähe-Teilen,

 

daraus Du schöpfst, um Leeren zu erkunden.

Distanzbegabt erwagst Du Wortes Macht.

Wenngleich Gedanken Wundes mitberühren,

 

eroberst Du im Geist Erlebtsekunden,

umarmst das Kind, das hinter Lidern lacht

und öffnest ihm noch unbekannte Türen.

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Götterspeise

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Denke nicht der trauten Weise,

die an Mühlenflügeln brach.

Wink der Wehmut "Frohe Reise!"

Rasch verblaßt sie - nach und nach.

 

Nach und nach beginnt die Meise,

die Du hast;-) den Flug ins "Frei!"

Gönn Dir goldne Götterspeise!

Gönn Dir UNS wie einst im Mai!

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