Brücke in der Nacht

 

Es brennt der Wunsch sich heiß, / dem kalten Wind zu weichen,

der einsam ein sich schleicht, / auf Flucht vor Fremdem sinnt.

Der Nahbarkeit gewahr, / die - ganz erfüllt - entrinnt,

in Zweisamkeit verstrickt, / die Leere auszugleichen.

 

Verlangen - Einzelhaft. / Getrennt Gemeinschaft bleichen.

Zu schmal der Wüste Weg. / Die Angst vor „Wir“ beginnt

im Nicht-Verstanden-Sein. / Alleine mit dem Wind,

der hart Bewußtsein weckt, / dem Wunsch nicht auszureichen.

 

Was klar sich fügen will, / betrübt vom Lärm der Feigen,

vermag allein zu sein, / im Freien sich zu zeigen,

zum Du gewandt, gewillt, / den eig´nen Schritt im Blick,

 

vertraut mit Einsamkeit. / Verstehen zu ergründen.

um - wach für fremdes Leid - / ein Teil von sich zu finden.

Als Brücke in der Nacht. / - Ein Weg zum kleinen Glück.

 

 

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Distanz-Los

 

Näher, näher, sprach ein Ahnen.

Näher, näher, Haut und Haar.

Einsam zieh´n gemeinsam Bahnen

Berge Eis, wo Liebe war.

 

Tiefer, tiefer laß uns graben,

nach dem Schatz, der Nähe barg,

die distanzlos schlug durch Haben-

Wollen Nägel in den Sarg,

 

der die Liebe trägt zu Grabe,

weil ein Abstand nicht gewahrt.

Grenzen überschritt die Gabe,

die sich nur in Freiheit paart.

 

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