heimgeweht
.
Ein Heimgewehtes schweigt sich durch die Weiten
herbei-gesehnter Unzertrennlichkeiten,
geborgenheitverloren, zeit-enteilt,
wie Schritte aus erinnertem Begleiten,
dem Echo eine Bleibe zu bereiten,
wo Angst verweilt,
in unbehauste Fremde einzuziehen,
als müßte ferne Liebe Nähe fliehen,
gescheitert an der Furcht vor Zuversicht,
die Orte des Vertrauens zu beleben,
als Gast auf Erden jenen Halt zu geben,
der nicht zerbricht
an dem, was sterben mußte zu erwachen,
als könnte heute schon ein Morgen lachen,
erwartungsfroh nach vorn- und aufgeschaut,
um dann dem Heimgewehten aufzutragen,
der Hoffnung einen nahen Gruß zu sagen,
der anvertraut.
.
Brücke in der Nacht
Es brennt der Wunsch sich heiß, / dem kalten Wind zu weichen,
der einsam ein sich schleicht, / auf Flucht vor Fremdem sinnt.
Der Nahbarkeit gewahr, / die - ganz erfüllt - entrinnt,
in Zweisamkeit verstrickt, / die Leere auszugleichen.
Verlangen - Einzelhaft. / Getrennt Gemeinschaft bleichen.
Zu schmal der Wüste Weg. / Die Angst vor „Wir“ beginnt
im Nicht-Verstanden-Sein. / Alleine mit dem Wind,
der hart Bewußtsein weckt, / dem Wunsch nicht auszureichen.
Was klar sich fügen will, / betrübt vom Lärm der Feigen,
vermag allein zu sein, / im Freien sich zu zeigen,
zum Du gewandt, gewillt, / den eig´nen Schritt im Blick,
vertraut mit Einsamkeit. / Verstehen zu ergründen.
um - wach für fremdes Leid - / ein Teil von sich zu finden.
Als Brücke in der Nacht. / - Ein Weg zum kleinen Glück.
Distanz-Los
Näher, näher, sprach ein Ahnen.
Näher, näher, Haut und Haar.
Einsam zieh´n gemeinsam Bahnen
Berge Eis, wo Liebe war.
Tiefer, tiefer laß uns graben,
nach dem Schatz, der Nähe barg,
die distanzlos schlug durch Haben-
Wollen Nägel in den Sarg,
der die Liebe trägt zu Grabe,
weil ein Abstand nicht gewahrt.
Grenzen überschritt die Gabe,
die sich nur in Freiheit paart.
