beflügelt

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Wie sachte die Flügel in Lüften sich wiegen,

im sehnenden Suchen ins Freie zu fliegen,

als könnten in gleitenden, fließenden Bahnen

Gedanken den Zauber der Wolken erahnen,

wo Trauer im Fluge verweht.

Im lassenden Fallen ein Halten zu finden

vermag ein Vertrauen mit Mut zu verbinden,

als zög es die Furcht ins Gebet.

 

 

Ich spüre und höre den Atem der Winde,

als schwebte mein Drachen aus Träumen dem Kinde

entgegen auf Schwingen, die Leichtigkeit wagen,

um Tränen der Schwäche nachhause zu tragen,

wo niemand vergeblich erfleht,

beschirmend ein Trösten den Lidern zu senden,

Geschicke im Schlafe behutsam zu wenden

im Wissen, daß einer versteht.

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ertastet

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Es ist, als läge Dir ein Seufzen auf den Sorgenhänden,

die furchengrau sich ineinander falten müh-geschunden,

als hätten sie im Händefalten bangen Halt gefunden

und müßten nicht mehr tasten an den kahlen, kalten Wänden,

 

an denen sie sich suchten blinden Blickes festzuhalten,

wenngleich im blassen Raum sich schon ein lichter Schatten zeigte,

der im Entgegenkommen gnädig sich vor Händen neigte,

die nicht mehr auszustrecken wagten todesmüde Falten.

 

Und doch verlassen scheue Schritte schon die Tür in Frieden,

als dürfe noch ein letztes Seufzen leise Abschied sagen,

im zagen Zittern jener Hände sachte heimgetragen,

als wäre ihnen Ewig-Ruhe schon im Hier beschieden.

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vergessen

 


Er spielte sich durchs Kinderland,

erschrak vor alter Hand.

Wie konnte er vergessen?

 

Die Uhr, sie blieb im Damals steh´n,

verwirrt, die eig´ne Hand zu seh´n.

Im Geiste langsam fort zu geh´n -

ins Kinderland. - Indessen:

Dort konnte er vergessen!

 

 

 

 

 


Heimlich rieselt eine Quelle

Heiterkeit ins Herz hinein.

Leerer schallt die Bagatelle

echolos ins Stillesein,

 

Müssen, Sollen fortzutragen. -

Weile unbeschwerter Rast,

wonnefrohes Wohlbehagen,

ohne sorgenvolle Last. -

 

Und ich hüpfe über Pfützen,

laß das Denken Denken sein

und den Schalk im Nacken sitzen,

hüpf´ mit ihm auf einem Bein.