o. T.
Trink den Becher Gier nur aus.
Durstig wirst Du dennoch bleiben.
Trunken von dem Selbstapplaus,
wund am Wahn Dich aufzureiben.
Leeren Blickes - starr-geirrt
im Verschlingen Dich verlieren,
tief im Schlund der Geist verwirrt,
die Begierde zu ergieren,
bis Dein Ego im Verlies
Dich zum Feinde auserkoren,
weil die Leere Wege wies,
die im Haben sich verloren.
„Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“ - Epikur
Zerliebt
Entsehnt erwacht sie halb, / noch halb im Traum gefangen,
sich fragend, war´s ein Trug, / als Nacht ihr trug ein Bild,
so jäh, als faßte sie, / wie Leiden schafft so wild,
was nackter Wahrheit gleicht, / die frei den Tod begangen.
Und doch erschien real / der Greifbarkeit Verlangen -
im Raum; der Duft der Glut / verhöhnt sie maskenmild.
Was nutzt der Trug ihr schon / als feiges Schutzesschild,
wo Schatten unbefreit / in selbstbetrog´nem Bangen
sich weigern hinzusehn, / wie Wachsfiguren gleichen
dem Ebenspiegelbild - / im Starren atemlos,
solange sie sich wehrt, / dem „Aus“ die Hand zu reichen?
Benutztes mißgebraucht, / verzehrend traumzubannen,
erhält Zerliebtes wach, / vertieft den Todesstoß
und weckt zum Leben nicht, / was vormals ging von dannen.
Tango











