Menschen brauchen Hände

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Menschen brauchen Hände.

Male darum nicht

Teufel an die Wände,

sondern sei ein Licht,

 

statt mit Nacht zu drohen,

wenn die Hoffnung schweigt,

denn mit einer frohen

Botschaft, die bezeugt,

 

wirst Du mehr erreichen,

als durch dunkles Wort.

Menschen brauchen Hände,

einen Friedensort.

 

Denk´ an jene Stunden

Deiner größten Not.

Welcher Trost für Wunden

war Dir Lebensbrot?

 

Hast Du DAS begriffen,

zög´re länger nicht!

Menschen brauchen Hände.

Sei Du selbst ein Licht!

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Hinter den Gardinen

 

Hinter den Gardinen

weint verletzt ein Kind,

weil der Mutter Mienen

blind für Tränen sind.

 

Nebenan im Zimmer

säuft der Vater Bier,

Sucht- und Wutbestimmer

hat das Sagen hier.

 

Vor der Tür - verloren -

harrt der „Drogensohn“,

ungewollt geboren,

fast verkommen schon.

 

Gleich im Haus daneben

stirbt ein Mensch allein.

Nahm er sich das Leben?

Keiner weiß es, nein.

 

Über seiner Stube

feiern sie zu laut,

daß der Nachbarsbube

sich noch nicht mal traut,

 

bei der Frau zu fragen,

die den Turm bewohnt,

gegenüber. - Klagen -

mitgefühl-entthront.

 

Herz-Gardinen schweigen

gleich-wie-gültig kalt;

teilnahmsloser Reigen.

Menschen ohne Halt.

 

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