El Pueblo

 

Verlassen schmiegt „El Pueblo“ sich ans Schweigen,

von schwarzen Schleiern zaubergleich umfangen.

Erinnerungen, die dem Tod sich beugen,

 

verweilen in den Mauern, eingefangen.

Die weißen Kreuze trauern im Verblassen,

von schwarzen Schleiern zaubergleich umfangen;

 

darin ein Dorf mit seinen engen Gassen.

Am Brunnen läßt die Einsamkeit sich nieder.

Die weißen Kreuze trauern im Verblassen

 

und singen Steinen ihre Klagelieder,

als sollte altes Leben neu erwachen.

Am Brunnen läßt die Einsamkeit sich nieder.

 

Und von den Hügeln klingt ein Kinderlachen,

von schwarzen Schleiern zaubergleich umfangen,

als sollte altes Leben neu erwachen.

 

Der Glanz von Gestern ist verstummt, vergangen.

Verlassen schmiegt El Pueblo sich ans Schweigen,

von schwarzen Schleiern zaubergleich umfangen.

Erinnerungen, die dem Tod sich beugen...

 

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Eine Chance

 

Solltest Du durch Zufall hören,

daß ich schon gestorben bin,

braucht es Dich nicht weiter stören.

Fahre fort nach Deinem Sinn:

 

Überschreite Deine Grenzen,

will Dir nicht im Wege stehn.

Nur das Leben wird ergänzen,

was wir heute noch nicht sehn.

Denn als Mensch sind wir geboren,

decken unsre Nacktheit zu,

fühlten uns doch ganz verloren

in der Seelentiefe Ruh.

Doch nur dort ist zu erfahren,

was kein Ruhm uns jemals schenkt.

Nur die Wahrheit kann bewahren

den, der sich ins Unglück lenkt.

Dann wird sich der Schleier heben,

und wir stellen staunend fest,

daß das ach so schwere Leben

uns noch eine Chance läßt.

 

Solltest Du dann plötzlich wissen,

daß ich längst gestorben bin,

wirst Du nicht mehr trauern müssen,

denn es ist ein Neubeginn.

 

 

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