mutbeschwingt
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Aufbricht der Tag und tapfer trägt
Er hoch das jugend-lichte Haupt,
Das - zuversichtlich, mutgeprägt -
An wahre Wunder kindlich glaubt.
Die Sorgen läßt er - trotzbeschwingt -
Zuhause, strahlt sein Dankes-Licht,
Das mancher Seele Nacht durchdringt
Und hell besticht.
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"Komm!"
Die Lider sind mir schwer / die Zunge will ertrinken,
vor Trockenheit erstarrt / sich sprachlos Worte winden.
Ins Leere greift die Hand. / Gedankenvoll verschwinden
die Bilder um mich her, / ins Sterben zu versinken.
Es sucht ein Hauch den Geist / von ferne heimzuwinken,
gebunden noch ans Fleisch / den Halt nicht vorzufinden,
in Atemnot befreit, / Gewißheit zu verkünden,
die Farbe „Leben“ ganz / vom Leibe abzuschminken.
Gelähmter Glieder Pein / vermag der Starre Walten
in keinen Abgrund ziehn. / In Schwäche stark gehalten
von Händen - tief durchbohrt / geheilt zum Kreuz getragen,
um mich - dem Tode nah - / inmitten von Erkalten,
als ob die Worte Trost / und Frieden Hände falten -
der Grenze sich bewußt - / nach letztem „Komm!“ zu fragen.
Und wieder...
Und wieder steht der schwarze Wagen vor den Toren
der alten Dorfkapelle. - Kalte Winde greifen
ermahnend nach bewohntem Atmen. - Kaum geboren
beginnt ein Hauch des Todes unsern Weg zu streifen.
Und wieder weicht ein trauter Blick aus unserm Leben.
Begegnen - Mensch für Mensch - allein zu Grab getragen.
Ein leerer Stuhl. - Entgegnen wird es nie mehr geben.
Es bleiben offen fremde, ungewisse Fragen.
Und wieder wird ein Neues Jahr die Fahrt beginnen.
Wer wird der Nächste sein, wenn kalte Winde greifen?
Im schwarzen Wagen ist´s zu spät für ein Besinnen!
Ein Hauch Vergänglichkeit, sie wird uns täglich streifen.
Stumme Zeugen
Filigrane Eisgesichter
weinen Trauer an die Scheiben.
Tränenglut der Sternenlichter.
Stumme Zeugen, Sichtverdichter
schmelzen bei gelähmtem Treiben,
dessen Starre Tod verkündet.
Letztes Atmen haucht die Klage
über Sinn, der leer entschwindet,
trostlos mit dem Nichts verbündet.
Ungelöste Lebensfrage,
die, - zu spät! - die Schritte hallen.
Ein „Wohin“ verschweigt sein Ringen.
Frostgebleichte Sterne fallen
von den Scheiben. Hände krallen
sich ans Leben, Tod zu singen.
Atem-Los
Im Atem-Los der Tod-ersehnten Lebens-Hast -
Erstarren. - Schlucht erlauert letzten Zweifel-Schritt.
Ein Schatten klammert fester sich am nackten Ast.
Vor seinem Auge zieht - vorbei - der Leere Last.
Und wenn die Grenze er verzweifelt übertritt
im Atem-Los der Tod-ersehnten Lebens-Hast?
Die Frage furcht sich lähmend durch der Qual Morast.
Was zwingt er über Schranken letzter Grenze mit?
Sein Schatten klammert fester sich am nackten Ast.
Ein Abschiedsbrief mit heißem Herzensblut verfaßt.
Von Ferne Kinderschmerz in Trauer vor ihn tritt,
im Atem-Los der Tod-ersehnten Lebens-Hast.
Und wieder Kindes Hand der Liebe nach ihm faßt.
Was schluckt die Schlucht an nahen Glücken ferner mit?
Ein Schatten klammert fester sich am nackten Ast.
Bleib´ hier! Du ahnst ja nicht, was alles Du verpaßt!
Zurück! - Die Schlucht erfleht den allerletzten Schritt
im Atem-Los der Tod-ersehnten Lebens-Hast.
Sein Schatten klammert fester sich am nackten Ast...
o. T.
Zwinge ein Geschehen, sich zu fügen,
das mit Eifer, Willen Du erstrebt´.
Soll es nicht in Deine Richtung biegen,
wie Dir vorgeschwebt,
wird es dafür manche Gründe geben,
nicht zu sollen. Gleich wie sehr Du ringst.
All die Mühen drängen´s nicht ins Leben,
gleich wie tief Du´s zwingst.
Hindern läßt sich weder jenes Sollen,
noch gehorcht Dir das, was DOCH geschieht.
Ob aus Deinem zähen Trotzdem-Wollen
Dir Gelassenheit erblüht,
wenn ein Harren kein Ergebnis zeigte?
Nennst Du´s Zufall, Schicksal oder Los,
das beharrlich nicht dem Trotz sich beugte,
wenn der Schmerz zu groß,
als im Lassen nicht zu Bruch zu gehen,
sich dem Einfluß Deines Tuns entzieht,
eben nicht in Deiner Macht zu stehen,
die im Kämpfen flieht,
um den Schmerz dem Hoffen vorzuziehen,
das dem Leben dennoch zugewandt,
offen - durch Besonnenheit - fürs Blühen,
liegt in Deiner Hand.
