JOKE-Blatt
Wie leicht es ist - es langweilt schon -
in Deine Karten reinzuschauen.
Egal, wie sehr Du Dich verstellst,
Du wirst Dir nur noch mehr verbauen.
Drum nutz´ die Chance - Du hast sie noch -
das Trübe selbst ans Licht zu bringen.
Nicht jeder frißt, was vorgesetzt;
zur Wahrheit gilt es durchzudringen.
Denn niemand läßt sich täuschen gern.
Der Kluge wird es hinterfragen.
Genügt dem Narren ein Beweis,
so soll er seine Blindheit tragen.
Der Schlaue sucht sich seinen Weg,
sich seine Infos einzuholen.
Er tut es offen. Klarheit zeigt
sich immer ganz und unverhohlen.
Du wehrst Dich noch und kämpfst, den Schein
mit allen Mitteln zu bewahren.
Doch sei gewiß, die Wahrheit wird
der größte Narr zuletzt erfahren.
Durchschaubar bleibt Dein lauter Schrei.
Durchschaubar Deine falschen Karten.
Drum nutz´ die Chance - Du hast sie noch. -
Auf welches Wunder willst Du warten?
Dein Spiegelbild, es ist ja nackt.
Und willst Du Würde nicht verlieren,
so leg´ die Karten auf den Tisch. -
Die Wahrheit wird Dich sonst blamieren.
Sie hält den Joker - Du den Joke.
Drum mach´ Dich nicht noch mehr zum Affen.
Je länger Du Dein Täuschen deckst,
je lauter wird „man“ Dich begaffen...
Mühlen mahlen zuverlässig
Lady Amaryllis leidet unter ihrem gelben Kleid.
Ego hat sich längst entkleidet, weil die Zentrik dauernd schreit
nach Gerechtigkeit und Rache. - Ihre heile Welt zerbrach,
welche sie ja selbst zerbrochen unter lautem Ach und Krach.
Was sie andern zugefüget, das bekommt sie selbst zuletzt.
Denn sie hat die Macht des Höchsten bei der Sache unterschätzt.
Fügte ohne jeden Skrupel andern zu, was SIE verletzt
muß die Folgen nun ertragen, ist darüber SO entsetzt,
denn sie konnte ja nicht ahnen, daß Intrigen fliegen auf,
die sie selbst ins Rollen brachte bei dem Geisterfahrer-Lauf.
Will die Schritte rechtlich lenken, doch sie stolpert über sich.
Denn sie hat das Recht gebrochen. Dieses läßt sie nun im Stich.
Weder Drohen noch Vertuschen helfen ihr am Ende aus.
Ihre eig´nen Machenschaften rächen sich an ihr frei Haus.
Überhörte leises Mahnen: Gottes Mühlen mahlen stet.
Das bekommt sie nun zu fühlen. Alles, was sie ausgesät,
muß sie ernten, auch den Schaden, meistens höher noch im Maß,
dessen sie sich selbst bediente. Letzter Tropfen in dem Faß,
der zum Überlaufen reichte, goß sie selbst ins Faß hinein.
Bei den meisten, die es ahnten, stellt sich Schadenfreude ein.
Schmali meint: Die Schadenfreude ist der falsche Weg zum Glück.
Denn er weiß: Gerechte Strafe kehrt zum Täter stets zurück.
Ob der Täter draus ´was lernte, wird sich zeigen mit der Zeit.
Denn die Früchte schmecken bitter, wenn die Wurzel ist der Neid...
