Canción de Cuna
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Sueños de Verano - Wiegenlied
Fühlbegabte Fingerspitzen streichen
leise übers Köpfchen ins Gemüt,
das dem „Schlafe süß“ entgegenblüht,
kummermüden Sorgen zu entweichen.
Sueños de Verano - Sommerträume
brisen durch die Seelenzwischenräume,
lassen schmetterlingsbeschwingt erahnen,
welche Zuversicht ihr Licht versprüht
auf den flügelleichten Sternenbahnen.
Laß die Anmut Dir die Augen schließen,
daß die Wimpern aneinander schmiegen,
ins „Genug-für-Heute“ sich zu wiegen,
um des Mondes Zwinkern zu genießen.
Trostgesandte Schwerelosigkeiten
mögen Dich ins Ruhereich geleiten,
Dir die sandbestreuten Lider küssen,
daß die Augenblicke nicht versiegen,
die sich streicheln in Dein Wunderwissen.
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... roter Faden
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Es brach der Sturm in seinem Drang
den Zweig vom Eichenbaum,
von dem mir sonst ein Kehlchen sang
aus rotem Federflaum.
In meine Feder drang sein Lied
und klingt noch heiter fort
als roter Faden, der sich zieht
ins Herz durch Sturm und Wort.
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Spuren, die sich nicht verlieren
Für Sigrun - eine der begabtesten Autorinnen,
die mir im WWW begegnet sind!
Spuren kleiner Hasenpfoten
führen in den finst´ren Wald.
Ein Betreten ist verboten;
Waldbewohner läßt es kalt.
Und so zieh´ ich meinen weißen
Wintermantel fester zu
und betrete ungeheißen
jenen Pfad „Zur Waldesruh´“,
auf der Spur der Hasenpfoten,
Lebens-Zeichen tief im Schnee,
und beginne auszuloten,
welches Hasenpfoten-Weh
diesem Tierlein widerfahren.
Denn die weiße Flockenflut
mag so manches Rätsel wahren,
nicht jedoch die Tropfen Blut,
die mich führen tief und tiefer
in den dunklen Tannenwald
bis zum Platz der Tränenkiefer,
wo die Spuren machen Halt.
Kauernd, zitternd, halb erfroren
sitzt das Häslein im Geäst,
ganz durchnäßt, im Schnee verloren,
was mich sofort handeln läßt:
Kurz entschlossen knie ich nieder,
nehm´ das Tierlein in den Arm,
hülle es in meinen Mantel,
halte es geschützt und warm...
-
Geh´ ich heut´ im Wald spazieren,
hoppelt Häschen bald mir nach.
Spuren, die sich nicht verlieren,
halten so die Freundschaft wach.
Auf dem Wintermantel findet
sich bis heut´ der Tropfen Blut,
der zwei Herzen so verbindet,
wie´s Vertrauen immer tut.
Wunsch-Los
Manche Glück- und Herzenswünsche,
teuer sind sie, wenn erfüllt,
denn je heftiger das Wünschen,
um so weniger gestillt
bleibt der Wunsch nach jenem Sehnen,
das dem Wünschen angehört´,
VOR der eiligen Erfüllung,
was der Wünschende entbehrt.
Unerfüllte Herzenswünsche
können Quell am Wege sein,
wie die Kraft zum Weitergehen,
trotz so manchem Stolperstein.
Denn ein Leben in Erfüllung
hängt nicht ab vom Wunsch gestillt.
Kleines Glück liegt oft im Sehnen,
wo der Wunsch sich NICHT erfüllt.
Perlreigenspiel
Der Wind will sich zur Ruhe legen;
den ganzen Tag hat er geweht.
In stillem, leisem, sanften Säuseln
er nun dem Schlaf entgegengeht.
Ein letzter Strahl der warmen Sonne
im Einverständnis gütig wacht;
und nur des Windes zartes Raunen
bedächtig flüstert: “Gute Nacht.”
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Da kommt ein kleiner Regentropfen
und bittet scheu: “Ach, lieber Wind,
die andern Tropfen wollen spielen,
weil sie noch gar nicht müde sind.
Wir brauchen aber deine Brise,
dann wird das Tummeln doppelt schön.
Drum spiel mit uns noch eine Weile,
und laß uns durch die Lüfte wehn."
Und sacht beginnt der Wind zu atmen,
und Perl um Perle kommt hinzu.
Ein Tanzen und ein freudig Springen
erhebt sich in der Luft im Nu.
In gleitend eleganten Reigen
die Tropfen schweben schwerelos;
sie huschen einzeln und in Scharen
und folgen jedem Windesstoß.
Auf phantasie-gehauchten Leitern
geschmeidig schwingen sie im Flug.
Mit Anmut tippeln sie und wiegen
sich federleicht im weichen Zug.
Erhaben schaut der Strahl der Sonne
dem Spiele zu in Harmonie;
und flüsternd klingt vom Wind getragen
die Regen-Tropfen-Melodie.
