Neujahrsmorgen

 

Diamanten, überall / auf den Feldern, Wiesen, Bäumen

lassen gleich am ersten Tag / dieses Neuen Jahres träumen

von der blütenreichen Pracht, / die der Frühling uns versprochen.

Ein Versprechen, das er hält. / Niemals hat er es gebrochen.

Eiskristalle schmücken schon, / was die Zuversicht beflügelt,

scheu die ersten Schritte wagt, / durch ein Hoffen, froh-gezügelt.

Pflück´ die Sterne, die sich klar / Deinem Auge dar sich bieten.

Sammle sie für dunkle Zeit / wie ein Schatz sie still zu hüten.

 

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Fata Morgana

 

Von Fata Morgana zu Fata Morgana,

als fremder Nomade im eigenen Land,

so zog er verloren, im Taumel gefangen,

und suchte nach Wasser im trockenen Sand.

 

Er schleppte sich mürbe vom sinnlosen Irren.

Ein Mensch sah ihn gehen, er hielt einen Krug.

"Verweile, benetze die trockenen Lippen.

Ich trage für beide an Wasser genug."

 

Die Hilfe mißachtend, vom Stolze besessen,

erhobenen Hauptes und ohne ein Wort,

so ließ der Nomade den Gebenden stehen

und setzte die irrende Wanderung fort.

 

 

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