Sueño de Amapola
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So feurig wie der heißen Blüte Glühen
inmitten grünumträumter Wiesenpracht,
so hat mir heut ein Sehnen zugelacht,
als könne es Lebendigkeit versprühen.
Ermüdet von des grauen Tages Mühen,
erliege ich der Flammenblicke Macht.
Behutsam hat ihr Strahlen mich bedacht
mit einem Kuß aus rotem Ewigblühen.
Im sommerwindumschmiegten Glückserahnen
beginnt sich mein Gemüt nach vorn zu freuen,
vom Narbenmeer der Liebe eingehüllt.
In Amapola´s Armen liegt ein Mahnen,
nicht allzu lang Verlornes zu bereuen,
erhoffend, daß der Krug aus Mut sich füllt.
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Glück zum Quadrat
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Was können Dir Beifall und Schmeicheln bescheren,
als einzig beschränkend-vergängliche Ehren,
die morgen vergessen im Grabe verschwinden. -
Wo wirkliche Nähen die Herzen verbinden,
bedarf es begeisternder Tat!
Spontanes, Verrücktes ins Trotzdem zu leiten
bedeutet, die Blicke für Chancen zu weiten,
bereichert wie Glück zum Quadrat.
Die Gaben zu nutzen, um andre zu stärken,
Erleben zu teilen an leisesten Werken,
Vertrauen zu schenken im echten Begegnen,
als läge darüber behutsames Segnen,
ermöglicht gedeihende Saat.
Dem Stillen ein Lächeln in Worten zu senden,
bedarf es des Mutes, sich selbst zu verschwenden,
damit sich der Nächste bejaht.
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ermust-stibitzt
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Ich kam nachhause,
- so kurz nach acht -
noch ganz ergriffen
von Musemacht,
die - hinzureißen -
mich überfiel,
als wären Lippen
dabei im Spiel.
Elan-umschlungen
ersann ich schlicht
ein zungenkitzeln-
des Kußgedicht.
Die Muse murrte
und meinte `Mist,
sie hat sich Küsse
- ganz ohne List -
dezent wie munter,
gewieft-gewitzt
beim Schäferstündchen
ermust-stibitzt.´
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Raritäten
Es gibt sie noch, die Geistesgrößen.
Nur selten hört und sieht „man“ sie.
Die Echtheit gibt sich keine Blößen;
mit Masken kokettiert sie nie.
Dezenz und Schlichtheit sind die Stärken,
die ohne Prunk sich zeigen still.
Ideenreichtum wohnt in Werken,
der keinen Ruhm ergieren will.
Im Echten liegt ihr Schmuck verborgen; -
begnadete Natürlichkeit.
Ihr Leuchten reicht ins Übermorgen,
das ihren Spuren Sinn verleiht.
Gedenken wird „man“ ihrer Gaben
der klaren Unaufdringlichkeit.
Ihr Prägen schaute nicht aufs Haben
und überdauert so die Zeit.
Schau Ihn an!
Haltlos ringen um den Halt viele, die in Not versinken,
Trauer, Hoffnungslosigkeit, hilflos ohne Mut ertrinken,
die verzweifelt suchen Trost bei den Seelenheil-Experten.
Lösung finden sie dort nicht, wo die Blinden Sehen lehrten.
And´re suchen Stütze da, wo sich lange eng sich binden.
Viele bauen auf den Stein, der den Reichtum will verkünden.
Doch sie suchen außen nur, wo die Tränen innen weinen.
Und vergessen dabei oft, sie bekämen Halt im Einen,
der uns gleich geworden ist, Mensch in allen Menschendingen,
der Gethsemane durchlebt, wo die Seele schrie im Ringen.
Gott, Er wurde Mensch wie Du. Deshalb kennt Er Deine Schmerzen.
Außen suchst Du nach dem Halt, Jesus schenkt ihn IN den Herzen.
Sündengleichgesetzt am Kreuz, mit der Menschen Sündenwesen.
Todesangst, Er kannte sie! Deshalb kam Er zu erlösen,
nahm dem Teufel Macht, Gewalt über Tod und über Sünde.
Bleibe darum nicht verzagt, denn Er kennt die tiefsten Gründe,
zagte selber vor dem Tod, einsam war Er ganz verlassen,
Seine Freunde schliefen fest. Kannst Du solches jemals fassen?!
Auch Versuchung kennt Er gut, denn Er wurde selbst versuchet.
Mitleid hat Er darum stets, wo der Teufel Dich verfluchet.
Er durchlebte ALLES Leid, das Du selber mußt erdulden.
Dieses tat Er nur für Dich, ohne eigenes Verschulden!
Wieviel tiefer war Sein Leid, das Er schuldlos tat besiegen!
Warum suchst Du Deine Not selber in den Griff zu kriegen?
Wo Du tief im Innern ahnst: Keiner kann Dich wirklich heilen.
Wo Du helfend´ Hände brauchst, wird die Einsamkeit verweilen.
Dieser Mann am Marterpfahl, bis zum Äußersten gegangen.
Er erduldete das Kreuz. Darum darfst Du jetzt erlangen,
was Dir einzig helfen kann. Schau Ihn an, wie Er geschändet!
Nackt, bespuckt und blutverschmiert, für der Feinde Spott verwendet.
Schau Ihn an! Der Balken trägt einen Mann mit uns´ren Schmerzen!
Schau wie Schande sichtbar wird, die die Welt verbirgt im Herzen!
Wenn Du dann Dich gottlos fühlst, Er hat solches selbst erfahren!
Denn Er fühlte keine Hand, die Dich heute kann bewahren.
Darin, wo Er selbst versucht, kann Er Dich genau verstehen.
Wo Er selbst gelitten hat, darfst Du Hilfe stets erflehen.
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