Sprach-Los
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Bewahre nur die Silben ungesprochen.
Verbunden bleibt Vertrautes dennoch fest.
Und tust Du´s kund, so wird´s Dir leicht zerbrochen
von manchem, den aus Neid ein Glück verläßt.
Wo Zugeneigtes darf getrost sich zeigen,
da wird ein Teilen doppelt freudbeschenkt.
Im Einvernehmen läßt beredt sich schweigen.
Und was der Nächste sich bei Blicken denkt,
er kann´s Dir weder nehmen noch zerbrechen,
sofern ihm der Dahinter-Schlüssel fehlt
zur Türe, Kammer Deines Herzens Sprechen,
darin sich nährt, was tief Dich still beseelt.
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unumwunden
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Leise lächelt ein Berühren
wimpernspitzenzart ins Schweigen,
im Ertasten zu bezeigen,
was dem Sinnen will entsteigen. -
Ohne ganz sich hinzuneigen
wagt erahnendes Erspüren
Nähe achtsam zu ergründen.
Reizbetörendes Erkunden
blickentkleidender Sekunden
sucht berückend, unumwunden
am Ersehnten zu gesunden,
Wachgefühltes zu entzünden.
Was im Herzen längst beschlossen,
will Verstand gemütbeschränken,
im Bezweifeln einzulenken,
statt dem Wunsch Gehör zu schenken. -
Kann ihm jemand DAS verdenken?
Schuld sind Deine Sommersprossen!
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