Anleitung zum Stohhalmklammern;-)
Wo auch immer Du erscheinest, poche drauf, geliebt zu sein!
Darum betteln wird nichts bringen. Dräng´ Dich auf und ford´re ein,
was Dir and´re geben SOLLEN, wenn Du hustest oder staubst.
Wenn sie´s ganz und gar nicht wollen, Du Dich nicht verstanden glaubst,
zwing´ sie trotzdem, Dich zu loben! Täusche sie mit Nettigkeit!
Geht es Dir doch nicht um and´re, wenn die Sucht nach Beifall schreit.
Drum erfinde süße Holze; schwatze sie den Leuten auf.
Nimm das folgend´ Hohngelächter über Deinen Schleim in Kauf.
Nutze oberflächlich´ Worte, und verzier´ sie mit ´nem Bild,
um sie zigmal zu kopieren. Schrei sie auf ein großes Schild!
Schmück´ Dich dann mit fremden Ehren. Gaukle vor, sie wären Dein.
Hiernach sauge Anerkennung für die Lebenslüge ein.
Sollten and´re das durchschauen und beweisen, daß Du trügst,
schreist Du halt woanders weiter, wenn Du Dich erneut verbiegst,
um den Leuten klarzumachen, wieviel Unrecht Dir getan.
Bringe Dein gefälschtes Image überall an Frau und Mann.
Wenn Dein Ruf Dir gar zu eilig, schon entblößt vorausgeeilt,
such´ Dir ein paar blinde Trottel, falsche Hoffnung, die verweilt,
bis zum nächsten besten Reinfall. Gib´ Dich völlig ungeniert.
Schließlich ist Dein Ruf und Anseh´n sowieso schon ruiniert.
Ein paar Dumme wirst Du finden. Nutz´ den Strohhalm, halt ihn fest,
um Dich ringend dran zu klammern, weil sich nichts erzwingen läßt.
Diesen Halm der Anerkennung, kleb´ ihn auf ein Extra-Blatt,
so daß jeder, der es wußte, extra ´was zu Lachen hat.
Fremdbefedert zerschmückt
Fremdbefedert sich zu schmücken,
Phari scheint das zu entzücken,
denn mit ihren eig´nen Texten,
als ob alle sie verhexten,
will es ganz und gar nicht klappen.
Und so muß sie sie berappen,
tat sich schon zu oft blamieren,
will es einfach nicht kapieren,
daß die Leser nicht mehr klatschen,
viel zu platt sind ihre Latschen,
und die Feder ungeschliffen.
Alle haben das begriffen!
Daher schmückt sie sich auch heute,
mit den Federn fremder Leute.
Erst dem einen ´was gestohlen,
um sich selber zu verkohlen.
Nun, die Leser lachen weiter,
denn sie wird ja nicht gescheiter,
Fotos muß sie auch verschmieren,
fälscht im Schreiben wie Kopieren,
was das Zeug will nimmer halten,
Furchen kommen statt der Falten.
ins Gesicht, so arg gedunsen,
weil Geschäfte nicht mehr funzen.
Darum wünschen wir ihr weiter:
Fall nicht immer von der Leiter!
Heb´ die restlichen drei Groschen,
und dann tust Du - abgedroschen -
zwei von andern Schreibern nehmen,
einen mußt Du Dich bequemen,
selber noch hinzu zu dichten,
um Dein Neid-Gemüt zu schlichten.
Guckst Du hier und auch mal drüben,
und beim nächsten von den Schüben
jener gelben Ärgerflecken
kannst Du Make-Up drüber decken;-)
Witzgehrein
Willst Du, daß die Leser witzeln,
mußt Du Schmalzgedichte kritzeln,
die so richtig schleimig triefen,
sich im Tränensack verliefen.
Wälze Dich in all den feuchten
Träumen, die Dein Hirn beleuchten.
Laß die Wonneschreie stöhnen,
das Gesülze Dich verhöhnen,
bis dem Nabel Flügel wachsen
und die Lügenbalken knacksen.
Dichte lustvoll Sülzgesichter
wie ein wahrer Kunstvernichter.
Dann ergieße Dich in Leiden,
Deine Seele zu entkleiden.
Wenn das immer noch nicht reichte,
flüchte Dich ins möglichst seichte
Rühmen Deiner Heldentaten,
um im Schlamm herumzuwaten.
Oder ärger´ Dich zum Scheine
über alles, was gemeine,
Dich so gar nicht kann berühren,
um Dich gänzlich irr zu führen.
Sicher wird sich einer finden,
sich an Deine (V) Fers´ zu binden,
um Dich buckelnd zu hofieren,
mit dem Schmalz sich einzuschmieren.
Solch´ Erdichten hat ´was für Dich,
denn es wirkt ja unglaubwürdig,
schreit sich aus dem Nichterleben
auf die Witzeseite eben...;-)
