entzweit

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Ein Atmen stirbt; es scheidet durch die Stille

als Stich ins Nichts - der Einsamkeit geweiht.

Ein Bild aus „Du“ entprägt sich der Pupille,

als ob ein „Bleib!“ aus Leibeskräften schreit.

Verzweifelt beugt dem Los sich leer der Wille.

Verbundenheit - allein, in sich entzweit.

 

Ein Hauch verweilt, erinnert im Verschmerzen

den Puls, der schlug durchs Band vereinter Herzen.

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galgenstrickgebunden

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Ein Flehen will zum Hilferuf sich kämpfend klagen,

als müßte zähe Angst Gewalt um Beistand fragen,

Erwidern als ein Recht herbei zu zwingen.

Verzweifelt sucht die Wut ins Fordern umzuschlagen,

den eig´nen Willen drängend zu erringen,

 

umklammernd, gegen feiges Harren Krieg zu führen,

anstatt zu warten bis sich helfend Hände rühren,

die Zeit zu strafen im Sich-selbst-Verlieren,

entgegen all den ausgepreßten Scherbenschwüren

Erbarmen skrupellos zu isolieren.

 

Erwartet solches Manipulationsgebaren

im Falle eigenen Verschuldens bei Gefahren

tatsächlich, allen Ernstes, Mitempfinden,

um dann beim Judaskuß den heilen Schein zu wahren,

im Voraus schon den Galgenstrick zu binden?

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Angst?

Jeder kennt sie, wenn sie heimsucht

von Geburt bis hin zum Tod.

Ist sie doch die stärkste Geißel,

so beklemmend in der Not.

 

Jeden trifft sie, sei er Bettler

sei er König. Sie befällt

beide in dem gleichen Maße.

Wer hat sie je abgestellt?!

 

Niemand kann ihr drum entfliehen,

weder Wille noch Entschluß,

nicht ´mal die Charakterstärke,

hört im Warnen ihren Schuß.

 

Keiner kann sie unterdrücken,

nicht auf Dauer bleibt sie dort.

Eisern bleiben - keine Chance,

denn sie geht nicht einfach fort.

 

Sieger bleibt sie immer wieder

und bewirkt die Finsternis.

Bis ins kleinste Licht der Hoffnung

reißt sie ihren tiefen Riß

 

und wird sichtbar in der Seele,

die im Flehen nicht erhört,

im Verschulden ihrer Qualen,

und das einzig, weil sie stört.

 

 

In der Welt, so sagte Jesus,

würden wir sie haben, stet.

Doch Er hat sie überwunden,

diese Welt, die bald vergeht.

 

Seine Macht ist immer stärker

als die größte, schlimmste Angst.

Doch Er tröstet Dich im Dunkel,

daß die Ruhe Du erlangst.

 

Jene werden überwinden,

weit durch den, der sie geliebt,

bis Er einst wird wiederkommen

und es keine Angst mehr gibt.

 

Denn Er weiß um Todesängste,

hat Er sie doch selbst durchlebt,

im Gethsemane des Lebens

und am Kreuz. Die Welt erbebt!

 

Ja, Er hat sie überwunden,

durch Gebet und Tränen laut,

brachte sie vor Seinen Vater,

hat zuletzt noch aufgeschaut

 

und Erhörung dann gefunden,

ward von aller Angst befreit!

Denn Er hat für Dich gerungen,

wo die Sünde Dich entzweit.

 

Gott hat niemals Ihn verlassen,

Jesus wußte das! Und Du?

Hast bis hierher schon gelesen,

höre noch ein wenig zu...

 

Denn Er kann auch Dich erretten,

von den Ängsten, die Dich quäl´n.

Du brauchst nur um Hilfe bitten

und Ihm Deine Not erzähl´n.

 

Und je tiefer Du es glaubest,

um so schneller weicht die Angst,

denn Er IST ja IMMER bei uns,

gleich wie sehr Du ringst und bangst.

 

Und Er wird Dich nicht verlassen.

Pflege darum das Gebet!

Auch in jenen schweren Zeiten,

wo die Angst nicht bald vergeht.

 

Schaue auf zu jenem Manne,

der ans Kreuz die Sünden schlug.

Denn Du siehst nur Seine Spuren,

dort, wo Er Dich liebend trug!

 

frei nach Joh. 16, 33 „In der Welt habt ihr Angst;

aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“

 

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