Sternschnuppen - Tango

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Verläßt ein Kummer, Freund, die Stube Deiner Schmerzen

entzünde Kerzen / im Tal der Glücke,

damit ihr Dankbarleuchten lacht in fremde Blicke

auf daß sie strahlen als Sonrísas durch die Herzen.

Im Land der Traurigkeiten wachsen weiße Weiden,

die trotz der Leiden / im Tränengarten

bedächtig auf ihr Primaveragrünen warten,

als läg im Hoffen schon der Duft von Mut

 

auf Mariposas Schwingen,

wie leicht sie Dich umschmeicheln,

als wär´s ein Seelenstreicheln

ins Reich der Phantasie. -

Im Tangotakt erklingen

fragil-verträumte Weisen

erzählen von den Reisen

ans Meer der Poesie,

 

wo Silben - charmebeflügelt -

Getrenntes übertrösten,

durch Knoten, die sich lösten

aus trauter Dissonanz,

die Flüchtigkeiten zügelt,

damit die Sinne wachen,

um ja nicht zu verflachen

im bunten Weltentanz.

 

Erstaune Dir im Schweigen

erinnertes Erleben,

um das zurück zu geben,

womit Du herzbedacht. -

Am Sternenschnuppenreigen

vermagst Du Dich zu laben

an Gottes reichen Gaben,

auch durch die tiefste Nacht,

 

geborgenheitumfangen

im Schlafe noch zu lauschen

den Klängen, die berauschen

wie Geigen voller Wein,

um Gnade zu erlangen

aus süß gereiften Trauben.

Im lassenden Erglauben

bei Sternenschnuppenschein.

 

gewidmet: St.

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Am Flügel - con anima

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Es hauchen und huschen im heiteren Hasten

der Finger Gedanken auf wippenden Tasten,

dem „Play it again“ aus den Walzergeschichten

in lauteren Klängen ein Lied zu erdichten.

Allegro eröffnet den Tanz

der Hände, die gleiten, als könnten sie schweben,

dem gläsernen Flügel ein Atmen zu geben.

Staccato con Extravaganz

 

beginnt im Crescendo beseeltes Erspüren

der Saiten, bedächtig im Takt zu verführen,

als könnten die Töne zu Silben sich denken

da Capo in lächelnde Sphären zu lenken

von farbenberauschter Brillanz.

Ach, könnt ich in perlenden Versen besingen,

wie Weisen aus südlichen Blicken erklingen,

verlör ich mich dárin wohl ganz.

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Glückskeks-Cha-Cha-Cha

 

Wenn der Wind

Dir das Haar zerzaust,

weil Du traurig schaust

auf den Herbstbeginn;

 

wenn Dein Kind,

Dir die Ruhe raubt,

weil es an Dich glaubt

als den Hauptgewinn,

 

verscheuch´ das Grau und spring in Dein Glück,

bevor Du Dich im Grabe grämst!

Zu spät, wenn Du dann erst Dich schämst.

 

 

Wenn ein Blatt

Dich zum Rutschen bringt

und Dich niederzwingt,

daß Du weinen mußt;

 

wenn Herr Satt

Dir Leviten singt,

weil er Zepter schwingt,

bis Du spurst vor Frust,

 

verscheuch´ das Grau und spring in Dein Glück,

bevor Du Dich im Grabe grämst!

Zu spät, wenn Du dann erst Dich schämst.

 

 

Schick die Launen fort, ins Jammertal.

Junge, glaub mir, dort ist´s kalt.

Sag den Zipperlein: Ihr könnt mich mal.

Ansonsten sag ich: Halt,

 

wenn der Grund,

der Dich mürrisch stimmt

mir die Freude nimmt,

die mich dankbar macht

 

für das Bunt

zwischen schwarz und weiß

zwischen kalt und heiß

zwischen Tag und Nacht.

 

Verscheuch´ das Grau und spring in Dein Glück,

bevor Du Dich im Grabe grämst!

Zu spät, wenn Du dann erst Dich schämst.

 

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Bitte

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Breite Deine Schleier, Nacht,

weiter über ihre Wunden.

Hat ihr doch ein Glück gelacht,

um zu heilen, was geschunden,

daß ihr Geist sich wandeln kann,

nicht zugrunde geht daran.

 

Hüte, Morgen, ihre Schritte,

daß ihr Gang mit Dank erfüllt,

weil die bange Gestern-Bitte

über Nacht ihr ward gestillt,

daß der Tag ihr lichter scheint,

sein Gedanke Frieden weint.

 

Schirme, Abend, und bewache,

was zur Angst sich dämmern will,

daß sie morgen drüber lache,

wenn ihr Herz im Glauben still

sich an Zuver-Sichten weidet

und mit dem, was blüht, bescheidet.

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Lebt wohl!

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Es bleibt mir nur noch eine kleine Zeit zu leben.

Drum lad´ ich Freunde ein und Fremde mir zum Fest.

Im Angesicht des Todes ihnen mitzugeben,

was sich in Worten schwerlich nur beschreiben läßt.

 

Sie sollen spüren, was es heißt sich vorzufreuen.

Musik und Tänze werden Ehrengäste sein.

Die Stube will mit Immergrün ich reich bestreuen.

Und zur Begrüßung gibt´s den besten roten Wein.

 

Die Freunde will ich bitten gastlich sich zu zeigen

den Fremden gegenüber, wenn ich geh´ nach Haus.

Und über mein Secreto will ich dann nicht schweigen:

Es macht das Leuchten in den dunklen Augen aus.

 

Sie sollen heiter mich ein letztes Stück begleiten

und meine Verse singen, wie ein trautes Lied,

das einem Kind die Angst vor Nacht vertreibt in Zeiten,

darin ein Lebewohl als Dankesgruß geschieht.

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