Heuverschnupft im Heitergrün
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Elegante Silberbirkenzweigkaskaden
laden Sinne ein, im Heitergrün zu baden;
unbekümmert Lebenslust im Blick,
scheinen sie verspielt dem Winde zuzuwinken
so, als wollten sie ein Gläschen „Anmut“ trinken
mit dem Schalk, der schmunzelnd im Genick
sitzt, verschmitzt ins flinke Fäustchen keck zu kichern,
sich der Gunst der Blütenkätzchen zu versichern,
wie ein Pollenkorn auf Hausbesuch.
Während Birkenspinner durch die Lüfte schwingen,
müssen Heuverschnupfte mit dem Niesen ringen.
Was wär´ Frühling ohne Taschentuch.
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Grübchengeflüster
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Ein Grübchen schlingelt keck sich auf die Wangen
und räkelt sich in Fältchen reichlich rund,
als hätte jener Schalk im Nacken Grund
mich aufzuheitern - kindlich-unbefangen,
als Dank ein Schmunzelflüstern zu erlangen,
wo noch zerfurchte Trauer trübt den Mund,
als täte nie ein Lächeln je sich kund
im Grübeln über Kummer, längst vergangen.
Ach, gäb´ es doch die Chance zu entgehen,
dem grübchenkühnen Sinnen zu entfliehn.
Ich kann dem einfach nicht mehr widerstehen
und will mich diesem Reizen nicht entziehn!
So manches kann durch einen Blick geschehen,
wo Malz und Hopfen längst verloren schien´.
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Ent-Schuldigung! ... Klappe die Xte
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„Ich bitte um Entschuldigung,
und hoffe auf Begnadigung.
Es wird mir nicht noch mal passieren.“
So sprach die Brücke Nummer 10,
Verlegenheiten zu umgeh´n. -
Lizenz zum Weiter-Irreführen.
Derselbe Fehler 11 bis X,
er wiederholte sich gar fix.
„Ich bitte um - jawóhl - Verzeihung!
Es war das allerletzte Mal!
Versprochen!“ - Bis zur nächsten Zahl
der Gründe-Aneinanderreihung.
Um vorzusorgen lohnt es sich,
- entschuldigt schon im voraus mich, -
ein Wiederkehren auszuschließen,
des Fehlers, der so gern sich pflegt,
und keine Schuldgefühle hegt.
So ließe er sich ganz genießen.
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„Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen,
dann bitte ich um Verzeihung!“ - Johannes Brahms
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o. T.
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Wo Dein Tun Dir nicht bewußt,
wird die Wut Dich schnell ereilen.
Sie vertreibt die Lebenslust,
ohne Achtung zu verweilen.
Um sich schlagen ohne Wehr
gegen alle Greifbarkeiten,
steigert Deinen Zorn nur mehr,
wo die Ziele Dir entgleiten,
gegen die Du kämpfst und schnaubst,
während sie Dich stumm belächeln
ob der Fäuste, die Du glaubst,
ballend, drohgefüllt zu fächeln.
Stell Dir vor, Du explodierst,
ohne daß es jemand´ kümmert,
weil Du Deinen Kopf verlierst,
wo ein Feinbild Du gezimmert,
das Dich einfach ignoriert,
daß Du ganz allein mußt toben,
ohne daß Dich wer hofiert,
ohne Deinen Groll zu loben,
ob Du DANN das Leben wählst,
statt es wütend zu zerstören,
weil Du nur Dich selber quälst,
weil Dich keiner scheint zu hören?
„Gewalt ist die Wut auf nicht gelebtes Leben.“ - Verf. unbekannt
