flügelschlagberührt
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Klopfte nicht ein erstes Frühlingsfühlen
alterslos am Fenster des Verlangens?
Schweig´ Verführung!
zwingt der frostiggreise Geist zu kühlen,
eifersüchtig spähend, ob des Bangens
um Beherrschen reizberauschter Rührung,
ungeschickt vermeintlich weis´ getarnt,
duftbezaubert Hauch von Jugendspüren
einmal noch ein Flügelschlagberühren
zu erlauben, schmetterlingsumgarnt.
Aufgewacht im flüchtigen Betören
blütenreichen Schwelgens, reuelos
ein Empfinden zuzulassen bloß,
so, als könnte es noch angehören.
Still! ermahnt Verstand die Spur Gefühl,
die erinnernd sich dem lockend´ Spiel
will ergeben ohne ein Bereuen.
Auch im Frühling wird es abends kühl,
wenn die Sonnenstrahlen Zwinkern streuen
ins Ge-Wissen um der Reise Ziel.
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einfach da
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Gewohntes sucht im Trott, / ein Halten zu erfahren -
im Höhenflug nach Mehr - / ein Fürchten vor Zuviel,
wo bang dem Zauber weicht / das immer gleiche Spiel,
ein Neues dauerhaft / in Frische zu bewahren,
als müsse täglich stet / erfindend sich gewahren,
was morgen schon gewohnt / ins lichte Blickgewühl
der Einzigartigkeit / entzieht als ein Gefühl,
dem Wandel zugesellt, / wo leichter Sinn Gefahren
flexibel nicht erkennt, / verkannte Chancen flieht. -
Gewohntes als Geschenk, / das erst wie neu geschieht
inmitten all dem Grau / allein durch Achtsamkeiten;
im Dank für „einfach da“ / Besonderes erblickt,
Konstantes mit Gespür / für kleine Glücke schmückt;
bedacht, um frei zu sein / für Ungewöhnlichkeiten.
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mit links
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Findest Du ein federweiches Weidenkätzchen
eingenickt am Wiesenwegesrand,
nimm es einfach in die rechte Hand.
Schreibe dann mit links ein Merk- und Nebensätzchen
hinters Öhrchen, Dir das Streicheln einzuprägen,
das der Augenblick dem Spüren schenkt,
der sogleich sich zweifelsohne lenkt
in die Silben, Worte fühlbewußt zu wägen. -
Was in diesen Zeilen sich erlaubt zu scherzen,
hab ich mit der Rechten längst studiert.
Eines hat sie leider nicht kapiert:
Linke Hände schütteln Reime aus dem Herzen.
entscheidend
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Entflammt im Frost, im heißen Sand erfroren
verbirgt die Furcht ihr feiges Angstgesicht,
als ob ein Selbstvertrauen leer verspricht,
sich tapfer dem zu stellen, was geboren,
in Unentschiedenheit den Weg zu wählen,
der noch im Nebelschleier sich verhüllt.
Und ob die Richtung schon den Wunsch erfüllt,
hernach vom Sein im Haben zu erzählen,
vermag im Sinn verborgen sich zu klären,
das wortverloren sich um Mut bemüht,
an dessen Zweig Entschlossenheit erblüht,
um einen Blick auf Morgen zu gewähren.
