Canción del Mar

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Canción del Mar, Dein Lied verklang,

aus Kindertrauertagen.

Wie war´s dem Herzen oft so bang,

den kalten, nackten Todesgang

hinauf zum Grab zu wagen.

 

Der Strand aus Gestern führt´ entlang

den uferlosen Fragen,

im Wellenabenteuerdrang

das bißchen Lebensüberschwang

hinaus zum Meer zu tragen,

 

als wär´s ein Korn, aus Sand erdacht,

vom fernen Wind empfangen

zu trösten, bis die Sterbensnacht

die Wogen glättet - heimgebracht,

was lange schon vergangen.

 

Canción del Mar, nun bin ich acht-

undachtzig Jahr´ umfangen

von jenem Klang und dessen Macht,

als hätte mir Dein Lied gelacht,

um Frieden zu erlangen.

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Wellen-Weisen

 

 

Ein Meeresrauschen streichelt aus der Ferne

den Wermutstropfen Salz in fremde Glücke

der hier auf Erden heimatlosen Sterne.

 

Begrenzt-vertraute Nähe wagt die Blicke,

den uferweisen Wellen zuzuhören

mit Wermutstropfen Salz im fremden Glücke,

 

als könnte weder Flut noch Ebbe stören,

dem Schaum des Schicksals sehnend zu entgehen,

den uferweisen Wellen zuzuhören,

 

als müßten sie die Endlichkeit verstehen,

aus Gestern Wogen noch hinüberretten,

dem Schaum des Schicksals sehnend zu entgehen,

 

umspült von sturmgepeitschten Strudelketten

der wonnewehmutweichen Seufzertiefen;

aus Gestern Wogen sich hinüberretten

 

ins Meer der Sinne, die nach Ruhe riefen.

Ein Meeresrauschen streichelt aus der Ferne

die wonnewehmutweichen Seufzertiefen

der hier auf Erden heimatlosen Sterne...

 

 

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Die alte Fischerhütte

 

Ein Kuß von Sand bedeckt die Bilder an den weißen Wänden

der alten Fischerhütte, deren Fenster klappernd grüßen,

als könnten sie den süßen Duft von Salz und Meer genießen,

dem Strandverirrten „Bienvenido“ herzlich auszusenden,

 

die Hütte als ein Fremder, Heimatloser zu betreten,

um sturm- und menschgeschützt Besinnen, Lager zu empfangen,

im Labyrinth der Leerefluten Richtung zu erlangen,

als zweifelmüder Gast auf Erden Einlaß zu erbeten.

 

Und schon im Schaukelstuhl, umgeben von beredten Wänden

der Einsamkeit vernimmt er wie ein flüchtig scheues Ahnen,

als wollten ihn die Bilder weisend-sanft zum „Schau!“ ermahnen

„den Kuß von Sand zu spüren liegt allein in deinen Händen.“

 

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